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Inhaltsübersicht

In der ersten neuen FAMA im Jahr 2007 reflektieren die Theologinnen Moni Egger und Tania Oldenhage den gegenwärtigen Stand feministischer Theologie und die biblischen Feuer dahinter; mit Antje Schrupps Beitrag ist eine grundsätzliche Reflexion des Feminismus  im grössern gesellschaftlichen Kontext gegeben. Eine kritische und doch sehr menschlich zugewandte Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Burnout findet sich im Gespräch mit der Pionierin der systemischen Therapie Rosmarie Welter-Enderlin. In interessanter Spannung dazu der Beitrag von Karin Klemm zum Gleichnis der zehn Jungfrauen. Zum nicht zu unterschätzenden Burn on der Frauen als Kirchenleiterinnen schreibt Silvia Pfeiffer und Orte des Burn on entdeckt Esther Gisler ausgerechnet in islamischen Kontexten.

  • Editorial
  • Moni Egger
    Brennende Worte
  • Antje Schrupp
    Feminismus in Zeiten der Emanzipation
  • Tania Oldenhage
    Vom Grossen Feuer und von kleinen Flammen
    Eine feministisch-theologische Standortbestimmung
  • Jacqueline Sonego Mettner
    Sorgsam, nicht zimperlich
    Ein Gespräch mit Rosmarie Welter-Enderlin zum Burnout bei Frauen und Männern
  • Karin Klemm
    Öl lässt sich nicht teilen
    Das Gleichnis von den zehn jungen Frauen, Mt 25,1-12
  • Silvia Pfeiffer
    Kirche gestalten heisst Kirche leiten
  • Esther Gisler
    Auf dass das Feuer nicht verlöscht
    Orte des Burn on
  • Das neue FAMA-Team

EDITORIAL

Jacqueline Sonego Mettner

Ich liebe es, das Feuer im Kachelofen zu hören, wenn es so richtig heftig brennt und laut schlägt wie eine Lokomotive. Mit diesem starken Feuer wird eine Wärme produziert, die noch viele Stunden in den Kacheln ist und wärmt, wenn das Feuer längst erloschen ist.
Angelehnt an die wärmenden Kacheln entsteht die Illusion, es könnte warm sein ohne Feuer.
Es entsteht die Illusion, es gäbe Bewegungsfreiheit von Frauen, es gäbe eine Beteiligung an den gesellschaftlich, politisch und kulturell relevanten Entscheiden, es gäbe Gestaltungsmöglichkeiten für Frauen in jedem von ihnen gewollten Bereich, ein unbehindertes, sogar beachtetes und geschätztes Engagement wo immer sie möchten, in der Kunst, in der Wirtschaft, in der Politik, in Beruf und Familie, in den Gewändern der Religion, das alles gäbe es, so ist die Illusion, ohne das Feuer des Feminismus.
In den letzten Monaten und Jahren wurde immer mal wieder behauptet, feministisches Denken und Handeln sei überholt; als Argument wurden und werden die jüngeren Frauen angeführt, die nichts mit Feminismus zu tun haben wollen. Überall aber, wo vertieft über die Frage nachgedacht wird, welche Chancen Frauen heute haben, in welchen Situationen sie entscheiden müssen, zum Beispiel in der Kinderfrage, wird festgestellt, dass es mit ihrer Freiheit nicht so gut bestellt, bzw. sie immer noch oft in sehr unbefriedigende Strukturen und Verhältnisse einwilligen müssen. Das ist bei uns im Westen so und das ist, in ganz anderen und oft dramatischen Ausprägungen an sehr vielen Orten so. Das Feuer des Feminismus ist nicht obsolet geworden.

Burn on, so heisst die erste FAMA im Jahr 2007. Die verschiedenen Beiträge fachen das feministische Feuer an, nicht ohne zu zeigen, dass sehr viel differenzierte Sorgfalt, ein genaues Aufbauen von zuerst ganz kleinen Spänen und Hölzern nötig ist, damit Feuer entstehen kann. Was für das feministische Denken und Handeln und für die feministische Theologie im Allgemeinen gilt, gilt im Besonderen auch für die FAMA-Redaktion. Wir begrüssen die Leserinnen und Leser als ein erneuertes Team, mit einem leicht veränderten Layout und voller Tatkraft und Ideen. Wir hoffen, dass Sie uns gerne treu bleiben oder es noch werden. Burn on! Zum Seitenanfang