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Inhaltsübersicht

Die Zeitschrift FAMA wird 25 Jahre alt und feiert das Jubiläum mit ihrem 100sten Heft. Darin zeigt die FAMA den status quo dessen, was Frauen in der Kirche erreicht haben. Und sie wagt den Blick in die Zukunft und präsentiert sich als wache Stimme der feministischen Theologie in der Schweiz. Das Gerücht (lat. FAMA) vom guten Leben für alle Menschen, jenseits von Geschlecht, Status und religiös-institutioneller Verwurzelung wird auch in den nächsten 100 FAMA-Heften weitergetragen werden. Beigelegt ist das Faktenblatt «merk.würdig.» der Konferenz der Frauen- und Genderstellen der Kirchen und Hilfswerke Schweiz.

Die Faktensammlung wird >>> hier online weitergeführt und laufend ergänzt

  • Editorial
  • Andrea Kolb
    Gelebte Utopie

    Das merk.würdige Faktenblatt
  • Brigit Keller
    Weiter gehen

    Nach der Weise junger Frauen. Ein Lied
  • Sabine Scheuter
    Viel erreicht – viel zu tun

    Zur Gleichstellung in den Kirchen
  • Luzia Sutter Rehmann
    Türöffnerinnen

    Feministische Theologie als Verletzliches erinnern
  • Meehyun Chung
    Theologinnen weltweit

    Kontexte der Theologie von Frauen
  • Verena Naegeli
    Ein Dorf mit Hütten

    Austausch afrikanischer und europäischer Theologinnen
  • Doris Strahm
    Interreligiöser Think-Tank

    Ein zukunftsweisendes Projekt
  • Maria Hauswirth
    Vom Virus Feminismus infiziert
  • Christine Stark
    Die ewig Morgige 

 

EDITORIAL 1

Jacqueline Sonego Mettner

Einmal mehr ist diese 100. FAMA ein Zukunftsheft. Seit ihrer Gründung 1985 ist die FAMA (lat. Gerücht) ein Projekt der Zukunft und verbreitet das Gerücht einer Kirche und Gesellschaft, in welcher Frauen ernst genommen werden ebenso wie Männer, wie Kinder, wie Inländer und Ausländerinnen, wie kranke und gesunde, wie junge und alte Menschen. Es ist eine Kirche und Gesellschaft, in der alle Entscheidungen auch hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Leben von Frauen getroffen werden. Das theologische Nachdenken über die Bedeutung von Worten wie Gnade, Gerechtigkeit, Jesus Christus, Hoffnung wird endlich so gross gemacht, wie es nötig ist, damit Gott vor Freude und Entzücken in ihre Hände klatscht.
Berührt hat mich bei dieser 100. FAMA – wir feiern das 25-jährige Jubiläum am 17. Januar 2010 – wie die «Beginnerinnen» so eindringlich sagen, worauf es in Zukunft ankommt: Brigit Keller erinnert daran, dass der Aufbruch der Frauen aus dem Wahrnehmen des Schmerzes kommt und Maria Hauswirte erwartet schlicht «Impulse» von feministischen Theologinnen. Einen solchen Impuls bringt Christine Stark, welche den Frauenhimmel aufleuchten lässt mit der «Ewig Morgigen». Morgig zeigt Meehyun Chung die Theologinnen des Südens und morgig ist das Gespräch auf dem virtuellen Dorfplatz zwischen Theologinnen Afrikas und Europas, «in dem die Beteiligten gegenseitig etwas voneinander erwarten», (Verena Nägeli). Mit Bewunderung, aber auch mit grosser Nachdenklichkeit erfüllt mich Doris Strahm, eine der Gründerinnen der
FAMA, die hier das Zukunftsprojekt des interreligiösen Think-Tanks vorstellt. Es ist kein kirchliches Projekt; ein Hinweis darauf, dass innerhalb der Kirchen nur beschränkt Raum sein könnte für das, was zukünftig von der «ewig Morgigen» her relevant wird für uns.
Die FAMA wird dem Gerücht der Morgigen auch in Zukunft eine Stimme geben. Alle, welche die FAMA zum ersten Mal sehen, begrüssen wir herzlich als interessierte und kritische Leserinnen.

EDITORIAL 2

Monika Hungerbühler, Frauenstelle der römisch-katholischen Kirche BS

Entstanden ist die Idee zur Faktensammlung im Bereich Frauen – Kirche Theologie im Januar 2007 im Rahmen der Jahresversammlung der kirchlichen Frauen- und Genderstellen. Inspiriert wurden die zwölf evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Frauen aus dem Aargau, Baselstadt, Baselland, Bern, Biel, Luzern und Zürich durch den Leporello der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen «Viel erreicht – viel zu tun», der Fakten zu nationaler und internationaler Frauenpolitik und Gleichstellung seit 1971 auflistet. Und in der Kirche? In der Theologie? Was haben Frauen hier ersonnen, bewegt, konzipiert, strukturiert, eingefordert, erdacht, kritisiert, neu buchstabiert …?
Was nun an merk.würdigem auf einem Plakat in A1-Format unterteilt in Pinwand-Zettel und Fotos vorliegt, ist nur ein Teil der Fülle. Ganze Bereiche mussten aus Platzgründen weggelassen werden. Die Internet-Version auf www.theologinnen.ch und www.fama. ch wird ab Januar 2010 eine vollständigere Übersicht bieten, die laufend ergänzt und korrigiert werden kann. Das Plakat blickt zurück auf die Zeit zwischen 1985 und 2009.
Die vorliegende FAMA öffnet anlässlich des Jubiläums ihrer 100. Nummer den Blick nach vorn. Ich möchte an dieser Stelle allen Fakten und Fotos sammelnden Frauen und insbesondere den FAMA-Redaktorinnen für ihre wunderbare, geduldige und kreative Kooperation danken.