Über uns

Die FAMA wird von derzeit zehn Frauen in ehrenamtlicher Arbeit hergestellt.

 


Redaktion

Jeannette Behringer

Geboren 1968. Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft in Augsburg und Freiburg i. Brsg.. Studienleiterin im Bereich «Gesellschaft & Ethik» in der ev.-ref. Landeskirche Zürich. Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltige Entwicklung, Demokratieethik, Engagement und Partizipation. Von 2009 bis 2012 Studienleiterin für Sozial- und Gesellschaftsethik am ev. Studienzentrum Boldern. Von 2002 bis 2009 Fachreferentin für Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement an der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. 2001 Promotion zum Thema «Legitimität durch Verfahren? Qualitätskriterien semi-konventioneller Partizipation». 1994 Magisterarbeit zum Thema «Wenn das Geschlecht Ihr Unwesen treibt. Frauenpolitik im Spannungsfeld zwischen Gleichheit und Differenz».
In der FAMA-Redaktion seit 2011.


Béatrice Bowald

Geboren 1965. Katholische Theologin und Ethikerin. Seit November 2012 Co-Leiterin des Pfarramts für Industrie und Wirtschaft BS/BL. Studium der Theologie in Luzern, 2000-2005 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Sozialethik der Theologischen Fakultät Luzern, bis 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Justitia et Pax in Bern, der Stabskommission der Schweizer Bischofskonferenz für soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen. 2010 Promotion mit der Dissertation «Prostitution – Überlegungen aus ethischer Perspektive zu Praxis, Wertung und Politik». Diese Arbeit wurde 2011 mit dem Marga Bührig-Förderpreis ausgezeichnet.
In der FAMA-Redaktion seit 2010.


Moni Egger

Geboren 1976. Katholische Theologin und Märchenerzählerin. Leiterin der Fachstelle Katechese – Medien in Aarau, Dozentin für biblisches Hebräisch an der Universität Luzern. 2005-2010 wissenschaftliche Assistentin an der Professur für Exegese des Alten Testaments. Promotion: «Hagar woher kommst du? Und wohin gehst du?» (Gen 16,8*) Darstellung und Funktion der Figur Hagar im Sara(i)-Abrah(a)m-Zyklus (Gen 11,27-25,18), HBS 67, Herder Verlag 2011.
In der FAMA-Redaktion seit 2006.


Esther Imhof

Geboren 1976. Promovierte Theologin und Ethikerin. Zuhause in der reformierten Zürcher Landeskirche, auch dort ordiniert. Mag Abstecher in andere kulturelle und konfessionelle Welten. Hat zwei Semester am Theologischen Seminar der Presbyterianischen Kirche in Kamerun unterrichtet und acht Monate in einem Entwicklungsprojekt der Nigerianischen Brüderkirche Feldforschung betrieben. Bis 2014 Leiterin des Zentrums für Migrationskirchen in Zürich. Dissertation zu «Entwicklungszusammenarbeit und Religion. Fallstudie und ethische Reflexion zu einem angespannten Verhältnis» (Kohlhammer 2012). Familie mit drei Kindern.
In der FAMA-Redaktion seit 2016.


Geneva Moser

Geboren 1988. Fachfrau Gesundheit, BA in literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel (Hochschule der Künste Bern), Absolventin des ausseruniversitären Fernstudiums in feministischer Theologie (Arbeitskreis für Zeitfragen in Biel), zur Zeit Masterstudentin in Philosophie und Geschlechterforschung an der Universität Basel. Arbeitet als Theaterkritikerin (nachtkritik.de) und Autorin für diverse feministische Medien, Macherin des queer_feministischen Radiomagazins lila_blue(s) bei Radio Rabe in Bern, Aktivistin unter anderem im Frauenraum der Reitschule Bern.
In der FAMA-Redaktion seit 2016.


Tania Oldenhage

Geboren 1969. Pfarrerin in Zürich-Fluntern. Promotion am Religion Department der Temple University in Philadelphia, USA. Abschluss im Women’s Studies Program der Temple University. 2000-2003 Lehrtätigkeit als Assistant Professor of Religion am Mount Union College, USA. Von 2003-2008 Studienleiterin im Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern. Einjähriger Forschungs- und Lehrauftrag am Women’s Studies in Religion Program der Harvard Divinty School in Cambridge. 2013 Habilitation an der Universität Basel. Buchveröffentlichungen: Neutestamentliche Passionsgeschichten nach der Shoah. Exegese als Teil der Erinnerungskultur (Kohlhammer 2014); Parables for Our Time: Rereading New Testament Scholarship after the Holocaust (Oxford 2002).
In der FAMA-Redaktion seit 2005.


Simone Rudiger

Geboren 1971. Katholische Theologin. Pfarreiarbeit im Baselbiet seit 2005. Aufgewachsen in Basel. Berufstätigkeit während 15 Jahren in der Akut-, Langzeit- und Palliativpflege. Bis vor einigen Jahren intensiv ehrenamtlich engagiert in der Pfadibewegung.
Studium der Theologie und der Volkskunde/europäischen Ethnologie in Luzern und Basel. Verheiratet, zwei Töchter.
In der FAMA-Redaktion seit 2008.


Sabine Scheuter

Geboren 1965. Beauftragte für Diversity und Genderfragen im Bereich Personalentwicklung der Reformierten Kirche Zürich. Mutter von zwei Teenagern. Studium der Theologie in Zürich und Berlin. Fünf Jahre Pfarramt in Zürich-Witikon. Danach Inhaberin der Fachstelle Frauenarbeit, später Frauen & Männer der Reformierten Kirche Zürich bis 2014. 1998-2004 ehrenamtliche Mitarbeit im Vorstand der Interessengemeinschaft Feministischer Theologinnen. 2002-2004 Ausbildung zur Fachfrau Gendermanagement FHS. Seit 2006 Präsidentin der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK.
In der FAMA-Redaktion seit 2015.


Christine Stark

Geboren 1971. Evangelische Theologin, beheimatet in der lutherischen Kirche Bayerns, lebend und arbeitend im reformierten Zürich. Redakteurin in der «Sternstunden»-Redaktion des Schweizerischen Radios und Fernsehens SRF. Bis 2012 reformierte Filmbeauftragte für die deutsch-schweizerischen Landeskirchen. Zwischenzeitlich und punktuell immer wieder gern mit pfarramtlichen Aufgaben beschäftigt. Studium in Neuendettelsau, Heidelberg, Zürich und Frankfurt am Main, Vikariat und Ordination in München. Im Sommer 2005 in Zürich promoviert, und zwar zum delikaten Thema «Kultprostitution im Alten Testament? Die Qedeschen der Hebräischen Bibel und das Motiv der Hurerei» (Göttingen/Fribourg 2006). Verheiratet und Mutter dreier Kinder.
In der FAMA-Redaktion seit 2006.


Nadja Troi-Boeck

Geboren 1980. Pfarrerin in Buchs ZH/Jugendpfarrerin im unteren Furttal und Habilitandin an der Theologischen Fakultät Zürich.
Aufgewachsen in Rostock. Studium der Theologie in Rostock, Claremont/CA und Bern. 2007-2011 Assistentin an der Theologischen Fakultät Bern. 2009-2013 Promotion an der Theologischen Fakultät Bern mit einem interdisziplinären Forschungsprojekt zum Thema: «Konflikt und soziale Identität. Soziale Werte, Exklusion und Inklusion in einer heutigen Kirchengemeinde und im Matthäusevangelium» (Kohlhammer 2014).
Seit 2013 Pfarrerin in Buchs ZH und als Jugendpfarrerin verantwortlich für das untere Furttal. Seit 2014 Arbeit am Habilitationsprojekt, das sich mit der Bibelrezeption Jugendlicher beschäftigt.
In der FAMA-Redaktion seit 2014.


AUTONOM SEIT 1984

DIE ERSTEN SCHRITTE

Am Anfang stand eine Idee, ausgeheckt am gemeinsamen Mittagstisch: Carmen Jud, Silvia Strahm Bernet und Doris Strahm, drei katholische feministische Theologinnen, wollten eine Organisation von feministischen Theologinnen in der Schweiz gründen, um ihre Interessen und Forderungen als Frauen gegenüber einer patriarchalen Institution wie der Kirche gemeinsam vertreten zu können. Sie luden deshalb im Frühling 1983 interessierte Frauen zu einem Treffen nach Luzern ein.
Die Gewerkschaftspläne scheiterten; stattdessen bildete sich eine Gruppe von Frauen, die ein Bulletin herausgeben wollten – als Drehscheibe für Informationen, feministisch-theologischen Gedanken- und Erfahrungsaustausch, Vernetzung. Von 1983–1985 erschien das „Bulletin der theologischen Frauen-Web- und Werkstatt“ viermal im Jahr in einer Auflage von 300 Exemplaren.

VOM BLÄTTCHEN ZUR ZEITSCHRIFT

1985 wagten die Frauen der Bulletin-Redaktion dann den grossen Schritt von einem hektographierten Blättchen zu einer richtigen, gedruckten Zeitschrift. Die FAMA, die erste und bis heute einzige autonome feministisch-theologische Zeitschrift der Schweiz, war geboren. Der Name FAMA – lateinisch: Gerücht, öffentliche Meinung, Rede, guter oder schlechter Ruf – war Programm: Die Herausgeberinnen wollten sich einmischen in die öffentliche Diskussion, ihre Meinung kundtun als feministische Theologinnen, Themen aufgreifen, die in der (kirchlichen und theologischen) Männerpresse keinen Platz hatten. Die FAMA wollte zudem Forum und Netzwerk sein für Frauen, die den Aufbruch wagten aus einer von Männern geprägten Kirche und Gesellschaft, wollte Informationen anbieten und Verbindungen weben.

22 JAHRE FAMA

Ehrenamtlich von neun Frauen herausgegeben, welche die Themenhefte planten und konzipierten, die Artikel vergaben und zum Teil selber schrieben, die Texte redigierten und das Layout von Hand klebten, erschien die FAMA von da an viermal im Jahr in einem Umfang von 20 Seiten. Verändert hat sich in den folgenden Jahren das Layout (seit 1991 dreispaltig statt zweispaltig), die Auflage (von 500 auf 1500) sowie das Redaktionsteam. Nach und nach traten einzelne der Gründerinnen aus dem Redaktionsteam aus, jüngere Frauen kamen neu dazu. Neben der Verjüngung des Redaktionsteams wurde gleichzeitig auch ein Gleichgewicht zwischen katholischen und reformierten Theologinnen angestrebt.

UND ES GEHT WEITER

Ende 2006 verliessen alle Gründungsfrauen das Team. Nach mehr als zwanzig Jahren ein verdienter Abschied. Trotz dieses sicher historischen Einschnitts geht die FAMA mit frischem Elan in die nächste Runde, mit einem Team aus vier bisherigen und fünf neuen, jüngeren Frauen. Die neun Redaktorinnen decken ein breites Spektrum von beruflichen Tätigkeiten ab: Pfarrerin, Filmbeauftragte, Seelsorgerin, Dozentin, Publizistin, Familienfrau, Erwachsenenbildnerin, Buchautorin, Beauftragte für Ökumene, Mission und Entwicklung, Studienleiterin und vieles mehr.

ZUNEHMENDE PROFESSIONALISIERUNG

Ein Professionalisierungsschub fand 1997 mit der Umstellung auf Computer-Layout statt, das an eine Fachfrau abgegeben wurde und bezahlt wird. Seit dem Sommer 2001 liegt auch die Administration der FAMA in externen Händen. Die Redaktorinnen arbeiten weiterhin ehrenamtlich, während die Autorinnen ein bescheidenes Seitenhonorar von 50 Franken erhalten. Seit 2007 erscheint die FAMA mit einem leicht modernisierten Layout, das den Bildern mehr Raum gibt und insgesamt weniger textlastig ist.

Dass die FAMA als autonomes Frauenprojekt, das sich ausschliesslich aus Abos und Spenden finanziert, inzwischen schon seit 30 Jahren erscheint, werten wir Redaktorinnen als Erfolgsgeschichte. Wir arbeiten mit viel Lust und Engagement aus feministischer Sicht an gesellschaftspolitischen und theologischen Themen, die uns interessieren und über die wir gerne etwas lesen würden – und hoffen weiterhin auf ein positives Echo unserer Leserinnen.